Rundreise durch Kroatien, 3. Tag: Krka Nationalpark

Etwa zwei Fahrstunden entfernt von Zadar liegt der Krka Nationalpark. Der Park ist gut erschlossen und kann sogar mit dem Bus befahren werden. Ein Besucherrundweg zeigt die frühe Nutzung des Flusses Krka zum Waschen und zum Betrieb von Mühlen. Auch das erste Wasserkraftwerk Europas, das nur wenige Tagen nach der Eröffnung des Kraftwerks an den Niagara-Fällen in Betrieb genommen wurde und für elektrisches Licht in der nahegelegenen Stadt Sibenic sorgte, kann besichtigt werden.

Der eigentliche Mittelpunkt sind jedoch die Wasserfälle des Flusses Krka, die der Besucherweg zunächst umrundet und an den zahlreichen Nebenströmen sicher überquert. Der Weg führt durch schattige Bäume einen Abhang hinunter, im Hintergrund das stete Rauschen der Wasserfälle. Zahlreiche Fische bahnen sich im seichten, teilweise sumpfigen Wasser ihren Weg stromaufwärts. Hin und wieder bringt der Wind etwas kühle Gischt herbei, was gut tut an diesem heißen Sommertag. Frösche sitzen auf den schmalen Ästen nahe am oben, hin und wieder sehe ich eine Libelle in der Luft. Der Rundgang endet am Fuße der Wasserfälle an einer Liegewiese, die zum Entspannen einlädt. Ich suche mir vorsichtig einen Weg ins Wasser. Das Baden im Fluss ist hier erlaubt, man sollte allerdings auf jeden Fall, wie auch an anderen Stränden Kroatiens, wegen der spitzen Steine (und der See-Igel im Meer) Badeschuhe tragen. Einmal hinein gefunden genieße ich jedoch das kühle Nass des Krka in vollen Zügen. Bis zum Absperrband vor den Wasserfällen sind es einige Meter gegen die zwar sanfte, aber sehr bestimmte Strömung zu schwimmen, bis ich mich schließlich im klaren Süßwasser, die erfrischende Gischt um mich herum dahin treiben lasse.

Krka Wasserfälle