Die ersten Tage in Crewe

Das freie Wochenende nutze ich sogleich für eine kleine Erkundungstour in Crewe.

Zu Fuß mache ich mich auf den Weg in die Innenstadt. Praktischerweise haben die meisten Geschäfte in England auch sonntags für ein paar Stunden geöffnet. Neben einem kleinen Co-operative Supermarkt, direkt neben Bentley und etwa zehn Minuten von meinem Zuhause entfernt, gibt es noch einigermaßen zu Fuß erreichbar einen Morrisons Superstore, der allerdings eher die gehobene Preisklasse bedient — obgleich die Produkte die selben sind. Außerdem bietet Crewe ein Freiluft-Museum, das Crewe Heritage Centre, das zahlreiche Beispiele aus der Eisenbahnhistorie der Stadt ausstellt, und einen Freizeitkomplex mit Kino, Bowling-Arena, Casino und Pizza Hut.

In der Innenstadt gibt es eine kleine Fußgängerzone mit einer doch respektablen Anzahl von Geschäften. Die Engländer scheinen ein Faible für Grußkarten zu haben, denn jeder zweite Laden bietet wenigstens einen Drehständer voll davon an, außerdem gibt es gar zwei Geschäfte, die ausschließlich Grußkarten verkaufen und selbst in der Kantine bei Bentley kann man sich mit den bunten Kärtchen eindecken. Eine weitere Attraktion von Crewe ist das 1911 erbaute Lyceum Theatre, das jedoch, umringt von einer Großbaustelle, derzeit ein eher unspektaktuläres Dasein fristet.

Nach gut drei Stunden Spaziergang beschließe ich, den kürzeren Weg zum Bahnhof zu nehmen und mir von dort aus noch einmal ein Taxi zu gönnen. Ursprünglich hatte ich geplant, mit dem Bus zurückzufahren, der jedoch sonntags nicht verfügbar ist.