Beiträge mit dem Schlagwort stattzeitung.in

Post RETTET INGOLSTADTS NACHTLEBEN

Daniel Melegi rief und viele kamen: Rettet Ingolstadts Nachtleben – ein Flashmob am Rathausplatz. Daniela Kornprobst war für uns vor Ort.

Das war beeindruckend: Hunderte von Taschenlampen strahlten das Alte Rathaus an. “Um Viertel vor Zehn war noch gar nichts los. Aber dann füllte sich der Rathausplatz ganz schnell.” So berichtet unsere Mitarbeiterin Daniela Kornprobst vom Rathausplatz. Alles friedlich, aber beeindruckend. Ein Flashmob wie im Bilderbuch.

 

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Post Bayerisch ist “sexy”!

Der Dialekt ist wieder “in” – und das ausgerechnet wegen der modernen Medien. Ein Forschungsprojekt der Uni Eichstätt-Ingolstadt ist diesem Phänomen auf der Spur.

 

„Tschüss“ statt „Pfiat di“, „Hallo“ statt „Grüß Gott“ – ist der Dialekt endgültig am Ende? Aber nicht doch! So schwarz sollte man da nicht sehen, meint Dr. Monika Raml vom Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie leitet das Projekt „Sprachkultur im Jura-Altmühl-Raum“ und ist dem Dialekt in der Region auf der Spur. Besonders interessant ist für dieses Projekt die Frage, in wie weit der Dialekt bei Schülern und Studenten überhaupt noch ein Thema ist. Und hier scheinen Hopfen und Malz noch nicht verloren: „Wir haben Internetforen und Chatrooms ausgewertet und haben festgestellt, dass dort überraschend viel Dialekt verwendet wird.“ Die Gründe sind vielfältig: Dialekt ist praktisch – gerade im Zeitalter von SMS und Chat, denn Dialekt ist sparsam. „Wenn ich etwa frage: hast Du heute schon gelacht, dann sind das sieben Silben. Reduziert wäre das: hast heit scho g´lacht, also nur vier Silben.“ In der Kürze liegt eben die Würze. Aber gerade der bayerische Dialekt ist nicht nur praktisch – er liegt auch im Trend. Kabarettisten wie „Da Huawa, da Meier und I“, die Raith-Schwestern oder auch Django Asül setzen mit dem Dialekt bewußt Akzente, nutzen die bayerische Sprache für Wortspiele und bissige Bemerkungen und gründen darauf auch ihren Erfolg.

Dialekt macht schlau – und hilft bei der Intergration?

In der Schule wird das Thema Dialekt inzwischen nicht mehr so stiefmütterlich behandelt, wie es vor Jahren der Fall war: „Das Kultusministerium hat 2006 Handreichungen zum Thema Dialekt in der Schule herausgegeben. Und wir sind nun dabei Behauptungen zu überprüfen, dass Kinder, die mit Dialekt aufwachsen, sehr früh das „Code-Switching“ beherrschen, also das Umschalten von einer Sprache zur anderen.“ Ob Dialektsprecher Vorteile im Fremdsprachenerwerb haben, das soll auch im Rahmen des aktuellen Projekts durch die Wissenschaftler der Uni Eichstätt-Ingolstadt untersucht werden. Elf Kommunen (Altmannstein, Beilngries, Denkendorf, Kinding, Kipfenberg, Titting, Walting, Berching, Breitenbrunn, Dietfurt und Greding) werden im Auftrag des Kultusministeriums und des Altmühl-Jura e.V. betreut und deren Einwohner „sprachlich unter die Lupe genommen.“ An den Schulen soll getestet werden, wie es um den Dialekt steht, Vereine und Heimatpfleger dienen ebenso als Informationsquelle wie die älteren Einwohner. „Dabei ist es auch spannend zu erforschen, dass jemand etwa allein durch die Intonation ausdrücken kann, aus welcher Ortschaft er ist,“ erklärt Dr. Monika Raml, die selbst aus Gaimersheim stammt. Und dann ist da ja noch das Thema „Integration“. Das scheint auf den ersten Blick überhaupt nicht zum Dialekt zu passen, doch das Gegenteil ist der Fall: „Erzieherinnen aus Kindergärten in Denkendorf haben festgestellt, dass Kinder mit Migrationshintergrund durch den Dialekt stärker und schneller integriert werden.“ Ein spannendes Forschungsfeld – dieser Dialekt. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird es natürlich eine wissenschaftliche Veröffentlichung geben, aber auch die Einwohner der Region sollen von dieser universitären Forschung profitieren: „Wir werden den Schulen Dialektmappen zur Verfügung stellen und in den Gemeinden Veranstaltungen durchführen, ein Online-Angebot einrichten und wir werden einen Sprachatlas für die Region erstellen.“ Man darf gespannt sein, was dieser Atlas dann alles enthalten wird.

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Post “Es ist schon fast ein Skandal, wie hier mit der FH umgegangen wird!”

MdL Markus Reichhart (FW) fordert in Sachen FH-Erweiterung “unverzüglich Klarheit und Planungssicherheit”.

 

Markus Reichhart, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler und ihr handwerkspolitischer Sprecher, hat sich verärgert über Äußerungen von Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zur Situation der Hochschulen geäußert. In der heutigen Ministerbefragung im Plenum des Bayerischen Landtags habe Heubisch behauptet, er sei im Verfahren zur Baufreigabe von Erweiterungen der Fachhochschule Ingolstadt „nicht Herr des Verfahrens.“

Reichhart zeigt sich bestürzt, dass die Fachhochschule Ingolstadt weiter ohne Planungssicherheit für ihre Erweiterung dasteht. „Es ist schon fast ein Skandal, wie hier mit der Hochschule umgegangen wird! Damit zeigt sich, dass die Behauptungen der Staatsregierung,  Bildung genieße im Freistaat höchste Priorität, nichts weiter als ein Lippenbekenntnis ist.“ Der Abgeordnete fordert alle Verantwortlichen und insbe­sondere den Ministerpräsidenten – dem seine Heimatstadt besonders am Herzen liegen sollte – auf, „hier unverzüglich Klarheit und Planungssicherheit herzustellen.“

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Post Kommentar: Meckert eure Stadt zu Tode!

Donau Classic auf dem Rathausplatz: Italo Mele wird die Lautstärke runtergedreht (Ruhestörung!), Radfahrer wollen ihren Jahrhunderte alten Samstag-Morgen-Einkauf-Weg nicht verlassen, “Mutti” muss auf der Stelle zum Supermarkt – am besten durch die Autos. Leute, meckert euch eure Stadt doch einfach leer! 

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