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Beiträge in der Kategorie Programmieren
Werden wir jemals offene Standards im Internet erreichen?
Als das Internet geboren wurde, standen seine Erfinder vor einer entscheidenden Herausforderung. Webseiten sollten von jedem erdenklichen Computer, der Zugang zum weltweiten Netz hat, erreichbar und vor allem darstellbar sein. Also wurde das HTML-Format entwickelt, ein universelles, für jedermann offenes Verfahren, um formatierte Dokumente, sprich Hypertext, im Internet zu veröffentlichen.
Davon sind wir heutzutage weit entfernt. Der aktuelle Trend zu interaktiven Systemen mit bewegten Bildern hat vielerlei Systeme hervorgebracht: JavaScript in zahlreichen Versionen, Microsofts Active X, Adobe Flash (ehemals Macromedia), Microsoft Silverlight, um nur einige zu nennen und zuletzt proprietäre Plugins wie das zuletzt erschienene Google Earth für den Browser. Wer das passende Modul nicht installiert hat, oder aber das Modul für den eigenen Browser gar verfügbar ist, der blickt bestenfalls auf blaue Fragezeichen-Klötzchen, siehe Safari auf dem iPhone.
Dennoch gibt es Licht am Ende des Tunnels. Der hochgelobte neue “Web-Standard” HTML5 schickt sich an, native Videounterstützung direkt in den Browser zu integrieren und somit aufzuräumen mit sämtlichen Drittlösungen. Als auserwähltes Videoformat scheint sich mittlerweile h.264 herauszukristallisieren – ein Codec, der auch heute schon im Web verwendet wird und sich vor allem durch sein geringes Datenvolumen bei dennoch hoher Bildqualität auszeichnet.
Nichtsdestotrotz hinterlässt auch hier die Bezeichnung “Standard” einen gewissen Nachgeschmack. Die zahlreichen Profile, die für h.264 definiert sind, müssen zunächst auf sämtlichen internetfähigen Geräten implementiert werden – fehlt die Unterstützung für ein entsprechendes Profil, bleibt auch hier der Bildschirm dunkel. Hinzu kommt, dass die Verwendung von h.264 schon bald lizenziert werden muss, womit wir wieder beim Thema Offenheit wären.
Es scheint daher nicht verwunderlich, dass sich bereits jetzt die verschiedensten Alternativlösungen anschicken, h.264 den Rang abzulaufen. Als prominenter Gegenspieler hat nun Google das Schlachtfeld betreten und seinen neuen, angeblich lizenzkostenfreien Codec WebM, basierend auf VP8, vorgestellt:
In Zusammenarbeit mit den Browser-Herstellern Mozilla und Opera sowie 40 weiteren Firmen – unter anderem Adobe und die meisten Hersteller von Mobilprozessoren – will Google einen Videostandard für das Internet schaffen, bestehend aus dem Videocodec VP8, dem Audioformat Ogg Vorbis und dem auf Matroska (MKV) beruhenden Container WebM. Die heute veröffentlichten Entwicklerversionen von Chromium, Firefox und Opera unterstützen WebM bereits. [...]
Damit dürften die Karten im Kampf um einen Web-Videostandard für HTML5-Video neu gemischt werden. Apple und Microsoft, die in ihren Browsern nur MPEG-4 AVC unterstützen respektive dies vorhaben, sehen sich nun mit einer breiten Allianz von VP8-Befürwortern konfrontiert. Freilich spricht für H.264 dessen enorme Verbreitung, doch kommen auch auf freie Webstreaming-Angebote ab Ende 2016 Lizenzzahlungen zu; kommerzielle Anbieter müssen jetzt schon für die Nutzung des patentierten Kompressionsverfahrens zahlen. Wie sich die Patent-Situation bei VP8/WebM entwickelt, bleibt abzuwarten. [...]
Quelle: Google I/O: “Open Web Media Project” soll VP8 als Videostandard fürs Web etablieren – heise.de
Es wird sich also herausstellen, wie viel Einfluss der Macht- und Gewinnpoker der großen Konzerne, zu denen ich ohne Anspruch auf Vollständigkeit neben Google vor allem Adobe, Apple und Microsoft zähle, auf die kommende Entwicklung nehmen wird, ob sich vielleicht doch endlich wieder ein offener, systemübergreifender Standard durchsetzen kann, oder ob die Verteilung auf zahlreiche proprietäre Techniken, seien sie nun kostenlos und quelloffen oder aber lizenzpflichtig und geschlossen, fortbesteht oder sich gar noch weiter verschlimmert. Eine allgemein anerkannte Einigung auf zumindest ein System wäre wenigstens ein kleiner Fortschritt.
Google Maps nun auch in 3D
Google hat seinen Kartendienst Maps aktualisiert und bietet nun auch direkt im Browser eine frei drehbare 3D-Ansicht:
Fantastische Möglichkeiten mit cURL
cURL ist ein Programm, um einzelne Dateien aus dem Internet ohne Browser zu transferieren.
Der Name ist eine Abkürzung von Client for URLs. Zu den unterstützten Protokollen gehören u. a. HTTP, HTTPS, FTP, FTPS, DICT, LDAP, RTMP, Gopher. Das Programm steht unter der MIT-Lizenz und ist auf viele verschiedene Betriebssysteme portiert worden.
Daniel Stenberg, der Programmierer von cURL, begann 1997 ein Tool zu schreiben, das IRC-Teilnehmern Daten über Wechselkurse zur Verfügung stellen sollte, welche von Webseiten abgerufen werden mussten. Er setzte dabei auf das vorhandene Open-Source-Tool httpget auf. Nach einer Erweiterung um andere Protokolle wurde das Programm am 20. März 1998 als cURL 4 erstmals veröffentlicht.
So beschreibt Wikipedia eine der heute weit verbreiteten Techniken, die die Kommunikation von Webseiten untereinander ermöglicht. Im Grunde erhält man die Möglichkeit, z.B. auf PHP basierend einen virtuellen Browser zu simulieren, mit dem sich andere Webseiten aufrufen lassen, um z.B. Formulare per Skript ausfüllen zu lassen oder, was sehr häufig verwendet wird, Daten im XML-Format zu versenden und zu empfangen – die Grundlage vieler Programmierschnittstellen bekannter Social Networking Plattformen wie Facebook, Twitter und Co.
10 interessante Möglichkeiten, die cURL bietet, beschreibt das Blog Cats Who Code:
cURL, and its PHP extension libcURL, are tools which can be used to simulate a web browser. In fact, it can for example, submit forms. In this article, I’m going to show you 10 incredible things that you can do using PHP and cURL.
Via 10 awesome things to do with cURL.

